Woran erkennt man unsichere Webseiten?

 

Frage: Woran erkennt man unsichere Webseiten?

Expertenantworten:

Klicksafe:
In den Texten 30 „Wie erkenne ich rechtswidrige Angebote im Internet?“ und 14 „Online-Betrug – Abofallen und andere Hindernisse“ aus der gemeinsamen Themenreihe von klicksafe und iRights-Info finden sich weitere Hinweise:
http://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/.

„Was deutsche Seiten angeht, ist zwingend ein Impressum vorgeschrieben. Darin sollen Angaben zum Verantwortlichen der Seite und zu Möglichkeiten gegeben werden, mit diesem in Kontakt zu treten. Seiten, denen es fehlt bzw. in denen kein Mensch (im Gegensatz zu einer Firma) als Ansprechpartner und Kontaktdaten genannt wird, sollte man grundsätzlich als zweifelhaft ansehen, weil sich der Verantwortliche dann wohl verstecken will.“

„Es gibt verschiedene Indizien, die auf die Unsicherheit einer Webseite hinweisen können. Da dies aber keine primär juristische Frage ist, möchten wir von unserer Seite nur einige davon – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – benennen.
• Impressum: Gem. § 5 Abs. 1 Telemediengesetz (TMG) muss jeder Anbieter für geschäftsmäßige (also keine rein privaten) in der Regel gegen Entgelt angebotene Tätigkeiten ein Impressum auf seiner Seite einrichten, in dem unter anderem Name, Anschrift sowie sonstige erforderliche Daten für die Kontaktaufnahme enthalten sind. Ist ein solches auf der Webseite nicht
auffindbar, spricht dies dafür, dass die Seite unseriös betrieben wird.
• Auch fehlerhafte Rechtschreibung ist oftmals ein Zeichen unsicherer Webseiten.
• Betritt man eine Webseite und es öffnen sich viele Fenster, die etwas zum Download oder zur Installation anbieten, oder der Computer reagiert seltsam, sollte dies ebenfalls ein Warnzeichen sein.
• Um sichere Seiten zu kennzeichnen, gibt es die Browser-Erweiterung „Web of Trust“ (WOT), mit der Nutzer Internetseiten nach den Kriterien „Vertrauenswürdigkeit“ und „Jugendschutz“ bewerten und die bei Aufruf als unsicher geltender Seiten eine Warnmeldung anzeigt.
• Auch die URL der Seite kann Hinweise auf ihre Sicherheit geben. Beginnt die Adresse mit „https“ statt nur mit „http“, bedeutet dies, dass eine verschlüsselte und damit sicherere Verbindung verwendet wird. Dies ist insbesondere wichtig bei Online-Transaktionen, der Preisgabe persönlicher Daten u.Ä.
• Manchmal lassen sich unsichere Webseiten bereits vor dem tatsächlichen Besuch anhand ihrer Links identifizieren. Einerseits sind lange und komplizierte Links eine beliebte Täuschungsmethode. Diese enthalten möglicherweise z.B. den Namen Ihrer Bank – etwa „postbank.de“ – allerdings an der falschen Stelle. Hier hilft es, nach dem ersten Schrägstrich nach dem
„http://“ bzw. „https://“ zu suchen. Nur was vor diesem Schrägstrich steht, ist die tatsächliche Domain. Andererseits werden Links manchmal auch in eine Short-URL umgewandelt – etwa mit bit.ly oder tinyurl. Der Nutzer erfährt häufig erst nach dem Draufklicken, was hinter der Short-URL steckt. Hier können spezielle Tools Abhilfe schaffen, die die Short-URL entschlüsseln und den ganzen Link in einer Vorschau anzeigen.

© 2017 Medienscouts NRW Theme by Sayontan Sinha Impressum - Datenschutzerklärung