Warum Medienscouts?

 

Medienscouts sind Experten für digitale Medien. Sie sollen ihre eigene Medienkompetenz erweitern und entsprechendes Wissen, Handlungsmöglichkeiten sowie Reflexionsvermögen für eine sichere, kreative, verantwortungsvolle und selbstbestimmte Mediennutzung aufbauen. Sie werden ausgebildet zu den Themen:

1) Internet und Sicherheit
2) Social Communities
3) Handy und
4) Computerspiele.

Aber Medienscouts geben ihr Wissen auch weiter: Medienscouts sollen Informations- und Beratungsangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler (eventuell auch Eltern und Lehrer) entwickeln und durchführen. Sie führen beispielsweise Projekttage durch, halten Unterrichtsstunden oder gestalten Elternabende zu Themen wie „Facebook“, „Cyber-Mobbing“, „Handy-Nutzung“ oder „Computerspiele“.
Weil diese Aufgaben weit über das technische Verständnis und reines Anwenderwissen hinausgehen, beinhaltet die Medienscouts-Ausbildung auch Elemente des „Sozialen Lernens“, ein Kommunikationstraining und Übungen zur Entwicklung von Beratungskompetenz.

 

Internet und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich wesentliche Grundlagen einer sicheren Internet-Nutzung. Dazu gehören As-pekte wie Abzocke im Netz, Anti-Viren-Schutz, Passwörter, Spam-Mails, Datenschutz, Suchmaschinennutzung u.v.a.
Social Communities Die Schülerinnen und Schüler arbeiten am Beispiel Facebook zu einer reflektieren Nutzung und Fragen wie: „Warum sind Social Communities so faszinierend?“ „Was ist das Urheberrecht?“ „Wie funktionieren Persönlichkeitsrechte?“ – „Warum ist Cyber-Mobbing so schlimm?“ u.v.a.
Handy Die Schülerinnen und Schüler lernen das Handy (Smartphone) von seiner kreativen Seite kennen und erarbeiten sich Grundla-gen der Handynutzung Jugendlicher in Deutschland im Ver-gleich, die Methoden der Kostenfallen, denken aber auch über eine sinnvolle Nutzung (Muss ich wirklich ständig erreichbar sein?) oder die Zukunft von Handys (als mobiler Computer) nach. U.v.a.
Computerspiele Die Schülerinnen und Schüler lernen über Computerspiele und mit ihnen. So erarbeiten sie sich die verschiedenen Genres, die Kennzeichnungen des Jugendmedienschutzes der USK oder denken über problematische Aspekte wie Sucht und Gewaltdar-stellungen nach, u.v.a.
Soziales Lernen Mit „Sozialem Lernen“ ist weniger etwas „Gutes tun“ (ähnlich der täglich guten Tat der Pfadfinder) gemeint. Vielmehr ist es die Bereitschaft, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um eigene Vorurteile, Klischees und Illusionen zu hinterfragen und ihnen konsequent zu begegnen. Es geht also um den Erwerb „sozialer und emotionaler Kompetenz“. Dies sollen die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses können.
Kommunikationstraining Die Schülerinnen und Schüler üben in einem Training ihre kom-munikativen Fähigkeiten, so in praxisbezogenen Beispielen, Rol-lenspielen und interaktiven Übungen. Sie lernen die theoreti-schen Grundlagen menschlicher Kommunikation, Face-to-Face und medial vermittelt, kennen und übertragen sie auf ihre Arbeit als Medienscouts.
Beratungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler lernen ein Beratungsangebot (wie E-Mail-Beratung oder –Gespräch) durchführen und reflektieren zu können. Dabei ist nicht nur die Kenntnis der eigenen Grenzen wichtig, sondern auch die Fähigkeit, andere (professionelle) Un-terstützungsangebote hinzuziehen

(Marco Fileccia, Stand April 2012)

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